Linienbeschreibung 2015

1.) Linie (Sardinische Ligustika)

 

Diese Linie stand 2012 bei Eugen Neuhauser auf der Gebirgsbelegstelle Nest Mountain. Ich habe die Zuchtmutter bei Eugen gesehen und war sofort in sie verliebt. Die Bienen sind lammfromm, fliegen nicht auf und scheinen sich auf der Wabe fast nicht zu bewegen. Angepaart wurde sie letztes Jahr mit der B269(NE) einer sehr guten Sahariensislinie auf der Gebirgsbelegstelle Valors. Diese Anpaarung war herausragend. Wie schon die Mutter B2(HST) ist auch die Tochter wieder lammfromm, wabenstetig, schwarmträge und sehr honigstark. Diese Linie kann wegen ihrer Sanftmut auch von Anfängern gehalten werden. Außerdem ist sie sowohl für Frühtrachten, Spättrachten so- wie für Stand- und Wanderimker gleichfalls geeignet. Diese Linie ist sehr fruchtbar ohne jedoch zu viel Futter zu verbrauchen. Jedoch muss man auf den Varroabefall ein Auge werfen.

 

 

2.) Linie (Ligurica Kangaroo)


Die Ligurica wurde aus Ligurien nach Kangaroo Island einer Insel in der Nähe von Australien ausgeführt und hat sich dort rein erhalten. Da nur wenige Königinnen exportiert wurden, sind nur wenige Sexallele auf Kangaroo Island vorhanden. Dies bewirkt stark lückige Brutnester. Aber keine Sorge, durch die Anpaarung mit Buckfastlinien ist die Brut jetzt mustergültig geschlossen. Die letzte Anpaarung erfolgte auf der Gebirgsbelegstelle Hausberg mit der anatolischen Bayburt. Die Ligurica hat sehr gut überwintert, hat eine rasante Frühjahrsentwicklung und ist dadurch für Frühtrachten sehr gut geeignet. Sie ist schwarmträge, sehr sanftmütig, hat einen guten Wabensitz und läuft auch nicht von den Waben wenn diese abgestellt werden. Bis jetzt hat sie schon ordentlich Honig eingetragen und sitzt bei mir auf 4 Zandermagazinen mit  je 9 Waben. Im letzten Herbst hatte sie nur ganz wenig Milben.

 

 

 

3.) Linie (NO - Import)

 

Diese Linie habe ich 2014 von Pierre de Koning aus Holland von der Züchtergruppe Marken erhalten.  Mütterlicherseits stand diese Linie als Drohnenlinie 2013 auf der Inselbelegstelle Marken. Väterlicherseits wurde sie 2014 mit einer anatolischen Linie von Keld Brandstrup auf Marken angepaart. Die KB177 war bei Keld eine so genannte "Alone bee". Das Volk stand auf einem entfernteren Stand von ihm, schwärmte nicht, und er kam nur gelegentlich vorbei und erntete dabei immer ordentlich Honig. Außerdem sind die Anatolier alle sehr langlebige Bienen mit guter Überwinterung. Bei mir ist diese Linie sehr volksstark, sie hat ein sehr schönes Brutnest, ist sehr sanft und wabenstetig. Des weiteren zeigt sie bisher keine Schwarmtendenz und hat wie die Ligurica bereits sehr viel Frühtrachthonig eingebracht.

 

 

4.) Linie (B384 Anatolica Sinop 62)

 

Die B384 Linie ist meine älteste Linie. Ich habe sie 2005 von Eugen Neuhauser erhalten. Der Ursprung ist eine Anatolica die Bruder Adam 1962 selbst aus der Türkei geholt hat. Die 384 ist eine durchgezüchtete Buckfastbiene mit allen guten Eigenschaften einer Buckfast. Sie überwintert stark, hat eine rasante Frühjahrsentwicklung, ist sehr sanftmütig, wabenstetig, schwarmträge und bringt sehr viel Honig. Außerdem baut sie sehr starke Völker auf. Ich habe beobachtet, dass die Königinnen einen Tag eher als andere Linien schlüpfen, was sich bezüglich der Varroavermehrung positiv bemerkbar macht. Aber auch ohne Behandlung geht es auch bei dieser Biene nicht. Die letzte Anpaarung der 384 erfolgte auf der Gebirgsbelegstelle Valors in den österreichischen Alpen bei Eugen Neuhauser mit der B269 einer hervorragenden Sahariensislinie.

 

 

5.) Linie (A048 Anatolica)

 

Die A048 habe ich letztes Jahr von Keld Brandstrup aus Dänemark erhalten. Leider ist es mir noch nicht gelungen ein Pedigree von ihm zu erhalten. Aber da sie noch A (Anatolier) und noch kein B (Buckfast) als Bezeichnung hat, denke ich dass es sich um eine frische Linie handelt. Sie hat bei mir sehr gut überwintert, ist sehr brav, hat einen guten Wabensitz und zeigt bisher keine Schwarmtendenz. Sie ist sehr volksstark obwohl sie weniger Brut anlegt als andere Linien. Es handelt sich dabei um eine langlebige Biene, jedoch um keinen Hüngler Typ.

 

 

6.) Linie (Monticola Mount Meru 08)

 

Die Monticola geht auf einen Import 2008 vom Mount Meru in Kenia zurück. Von Keld Brandstrup habe ich dieses urwüchsige Rohmaterial erhalten. Da die Monticola eine sehr gute Kälteresistenz aufweist, fliegt sie auch bei uns bei niedrigenTemperaturen und verkraftet auch feuchte Witterung sehr gut. Die F1 Monticola mit Buckfast gekreuzt war eine sehr stichige und verfolgungswütige Biene die auch einen anderen Flügelschlag hatte was man ganz deutlich hören konnte. Wahrscheinlich werde ich von 2 Königinnen nachziehen. Die erste ist bereits eine F 5 Generation die bereits mehrfach mit Buckfastmaterial angepaart wurde und sehr sanftmütig, fruchtbar und honigstark ist. Einzig negativ ist das Laufen von der Wabe beim Abstellen.

Die zweite Königin bekam ich 2014 von Keld Brandstrup. Sie macht einen hervorragenden Eindruck. Sehr schönes Brutnest, sehr schnelle Frühjahrsentwicklung, schwarmträge, fruchtbar, futtersparsam und gute Honigleistung.

 

 

7.) Linie (MG – Margret Hive N0 3)

 

Die MG habe ich letztes Jahr von Herrn van den Bongard erhalten. Sie ist mit der B350 einer Medalinie besamt worden. Eigenschaften: Sehr gute Überwinterung, rasante Frühjahrsentwicklung, sehr fruchtbar, schwarmträge und gut Honigleistung. Außerdem ist sie sehr sanftmütig, kann aber bei schlechtem Wetter oder abends sehr wohl mit dem Stachel zuerst kommen.

Durch eine Anpaarung mit einer durchgezüchtet sanftmütigen Biene und Selektion kann hier viel bewirken. Geignet hierfür scheinen mir die MG auf Friedrichskoog oder die Anatolier Bozdag auf der Belegstelle Lautenthal.

 

 

 

8.) Linie Caucasica

 

Die Caucasica wurde von einem befreundeten Imker ebenfalls mit einer Caucasica besamt und mit mir getauscht. Sehr volksstarke Überwinterung.

Momentan sitzt sie rappelvoll mit Bienen auf 3 Räumen. Davon zwei Zargen voll mit Honig. Sie bräuchte sogar den 4 Raum den ich momentan nicht habe. Trotzdem kein Schwarmgedanke. Die beste Caucasica die ich je hatte. Aber es gibt auch negative Eigenschaften. Stechlust und Wirrbau. Werde versuchen sie mit einer sanftmütigen Buckfast zu kreuzen. Die Biene wird nur an einen Züchter oder Profi abgegeben.

 

 

Hier handelt es sich um die Beschreibung meiner Zuchtvölker. Ob die Nachkommen auch so gut werden kann nicht 100%ig garantiert werden. Dies  wäre nicht seriös. Es ist aber so, wenn Mutterlinie und Vaterlinie gut sind, dann sind es auch die Nachkommen.